VON HATZENPORT BIS WINNINGEN

Die »Terrassenmosel« ist nun eine steil aufragende und aufregende Tatsache. Burgen prägen die Land¬schaft: Hatzenports Bischofstein, Alkens Thurant, Kobern-Gondorfs Oberburg und Niederburg, darüber ist die einmalig schöne Matthiaskapelle nicht zu vergessen. Winningen hingegen wirbt mit Hex und Horch.

Hatzenport

Reiseatlas: S. 239, E 2 Ein solches Schullandheim wünscht man sich als Pennäler! Burg Bischofstein gehört einem Krefelder Gymnasium und ist für Normalbesucher mit Ausnahme des Burghofs bei Open Airs dicht. Die kurz vor Hatzenport auftauchende Burg ist aber ein toller Blickfang, vor allem wegen des rätselhaften >Halskragens< am Bergfried, den sie im 12. Jh. erhielt. Vermutlich sicherte sie für Kurtrier den Aufgang nach Müns-termaifeld, was Louis XIV1689 nicht an ihrer Zerstörung hinderte.

hatzenport

Etwa auf halber Burgberghöhe lädt die Kapelle Unterbischofstein (offen) zur Besinnung auf die christlichen Tugenden fides, spes und caritas (Glaube, Hoffnung, Fürsorge) ein. Das fast vollplastische Relief (um 1380) schmückt die Kirchenwand gleich den Reliefs der »Sieben Fußfälle«, die es vordem an Kreuzweghäuschen zu absolvieren galt (s. S. 35). Der Blick ins Moseltal ist einfach fantastisch (Parken an der B 416, Zugang nur zu Fuß)!.

Das malerische Hatzenport besitzt zwei Wahrzeichen: Die kath. Kirche St. Johannes Apostel und Evangelist (Ostern-1. Nov. So 9-18 Uhr) steht weithin sichtbar in den Weinbergen und reckt ihren moseltypisch ungegliederten romanischen Westturm mit Schallarkaden, achteckigem Helm und re-staurierter Turmuhr über dem Friedhof empor. Der spätgotische Innenraum fasst die Kreuzigung Christi in ein kostbares Glasfenster (15. Jh.). Von der um 1600 angefertigten Kanzel ist Gottes Wort nur mehr selten hören, die St. Rochus-Kirche im Dorf hat diese Aufgabe übernommen. Vergangen auch die Zeiten, als der Fährturm von 1863, das zweite Wahrzeichen, für die Fluss- querung der Postlinien vom Hunsrück in die Eifel zuständig war.

Burgen

Reiseatlas: S. 239, E 2 Im August 2000 flog Pastor Röhrig mit dem Gleitschirm vom Küppchen bei Lasserg (Eifel) über die Mosel nach Burgen (Hunsrück) und sang laut Augenzeugenberichten beim Hochamt im Festzelt inbrünstig »Vom Himmel hoch da komm ich her«. Bei seinem dritten spektakulären Luftritt kreiste der Geistliche erstmals solo über »seiner« kath. Pfarrkirche St. Sebastian (offen). Die Kombination von Burgener Heimat- und Schützenfest und Mosel-Cup hat inzwischen Tradition. Die Drachen- und Gleitschirmfliegerfreunde Rhein-Mosel-Lahn, die vom Eifel-Plateau in die manchmal turbulente, aber fantastische Thermik einsteigen, sorgen außerdem für fluss- übergreifende Kontakte trotz räumlicher Distanz und stillgelegter Fähre.

Wandern ist Trumpf! Während von Burgen aus das idyllische Baybachtal erschlossen wird bis hin zur legendären Liedermacher-Burg Waldeck (s. S. 192), bildet das sportlich betonte Brodenbach das Eingangstor zum nicht minder reizvollen Brodenbachtal und zum attraktivsten Wanderziel, dem traumhaft wilden Ehrbachtal.

Im herrlich wilden Ehrbachtal hausen die wilden Rittersleut’ auf der Ehrenburg, zumindest zu Zeiten der »Verzauberten Burg«. Der Freundeskreis weckte zusammen mit den derzeitigen Besitzern die unglaublich malerische Ruine 1992 aus dem Dornröschenschlaf und ein reges Interesse fürs Mittelalter. Ob nun fantasievolle Familienprogramme oder »Höfische Bankette«, die Burg bietet eine optimale Kulisse. Im 12. Jh. romanisch von den Rittern von Ehrenberg erbaut, wurde sie 1331 erweitert, 1495 auf den neuesten wehrtechnischen Stand gebracht, 1689 von den Franzosen aber teilgesprengt (Ostern-2. Nov. Mi-Sa 10-16, So 11-18 Uhr, Tel. 24 32, Fax 30 79, www.ehrenburg.de).

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